Portugal

19.April 2010

Essência do Vinho

Von: Michael Giesen
Porto/Douro

Porto/Douro

Loureiro und Arinto wurden hier zusammengeführt.

 


In der Nase vereinen sich Heu-, Gras- und Honignoten, auf der Zunge gibt es einen prächtigen Ausgleich von Süße und Säure. Für den "Branco doce" wurden die Trauben vier Monate getrocknet und dann von Hand gepresst. Ein eindrucksvolles Beispiel von Qualität aus dem Vinho-Verde-Gebiet.
Pedro Araujo von der Quinta do Ameal in Ponte de Lima überrascht mit einem Wein aus dem Jahre 2008, der dem aus der gleichen Loureiro-Traube gekelterten Wein aus dem Jahre 1999 bei weitem unterlegen ist.

 


Mit kraftvollen Weinen einerseits und eleganten andererseits warten Alves de Sousa (Quinta da Gaivosa, Douro) und Luis Laurenco (Quinta dos Roques, Dao) auf. Sie komplettieren das Quintett der unabhängigen Weinproduzenten.
Viel Zeit am ersten Tag der "Essencia" hat Antonio Manuel Soares Serrano mitgebracht. Der Professor aus der Universität in Evora sitzt erst seit Ende Oktober 2009 im Lissabonner Kabinett - als Agrarminister.

 


Da er aus dem Weinanbaugebiet Alentejo stammt setzen die Winzer große Hoffnungen in ihn. Von Rui Riu, dem Präfekten Portos, und Rui Moreira, dem Präsidenten der Handelskammer, lässt sich der politische Seiteneinsteiger gut gelaunt durch die Säle führen. Ein exquisites Mittagessen im Restaurant des Börsenpalastes ergänzt die Visite auf angenehme Weise.

 


Quinta do Vallado, Herdade dos Grous oder auch Ervideira - die Namen mögen stellvertretend für die Vielfalt und Güte des portugiesischen Weins stehen. Irgendwie bezeichnend ist, wie mir Eva Figueira die Weine der Adega de Pegoes vorstellt.