EuropeWine.com - Donnerstag, 28. Oktober 2021
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Griechenland - Weine - Geschichte

Griechenland – Weinbau mit Tradition

Dass Wein ein göttliches Getränk ist, wussten die alten Griechen bereits vor mehr als 4000 Jahren, und seit dieser Zeit verstehen sie es auch, ihn zu keltern. Dies zeigen Ausgrabungen auf der Insel Kreta.

Eine dabei gefundene Steinkelter und zahlreiche Tongefäße aus der minoischen Kultur belegen zugleich, dass hier die Wiege des griechischen Weinbaus stand.

Die noch heute erzeugten geharzten Weine dürften ihren Ursprung in der ehemals praktizierten Konservierungsmethode haben, bei der die Wände der Amphoren mit Harz abgedichtet wurden.

Von Kreta über die Ägäischen Inseln kam der Weinbau schließlich auch auf das Festland. Welchen Stellenwert Wein bereits in dieser Zeit erlangte, zeigt das Beispiel von Thasos, der nördlichsten Ägäis-Insel: Hier kannte man bereits vor 2400 Jahren ein äußerst strenges Weingesetz, das vom Handel mit Trauben, Most und Wein, über die Kennzeichnung der Amphoren mit Stempeln bis hin zur Besteuerung alles genauestens regelte.

Und auch anderswo erließ man gesetzliche Regelungen für die Weinherstellung, deren Missachtung mit drakonischen Strafen belegt wurde. Ebenso ernsthaft beschäftigte man sich im antiken Griechenland mit der Rebkultivierung: So kann man heute nur darüber staunen, dass bereits im vierten Jahrhundert vor Christus verschiedene Reberziehungsarten bekannt waren.

Die Rebstöcke wurden nach Sonne und Wind ausgerichtet und sorgfältig in parallelen Reihen gepflanzt. Bei diesem enormen Wissensstand über Weinbau ist es schließlich nicht weiter verwunderlich, dass Völker aus dem antiken Griechenland in Bezug auf Weinbau in anderen Ländern Entwicklungshilfe leisteten.

Und auch wenn man sicher davon ausgehen darf, dass Frankreich auch ohne diese Entwicklungshilfe ein großes Weinland geworden wäre, so ist doch belegt, dass die Gallier durch einen Besuch des griechischen Volkes der Phokäer im 6. Jahrhundert vor Christus ihre erste Lektion in Sachen Weinbau bekamen.

Auch unter den Römern und den Byzantinern behielt der Weinbau in Griechenland zunächst seinen hohen Stellenwert. Aber mit der Eroberung durch die Türken im 15. Jahrhundert kam der Weinbau fast vollständig zum Erliegen. Einige Sultane sollen dabei ihren Untertanen sogar verboten haben, das Wort Wein auszusprechen, vom Anbau ganz zu schweigen. Lediglich auf lokaler Ebene, für den Hausgebrauch, wurde zu dieser Zeit noch Wein produziert.

Erst mit der Zurückdrängung der Türken im 19. Jahrhundert wurde der Weinbau wieder belebt. Allerdings konnte sich während der sehr stürmischen und äußerst wechselhaften Zeit neuer griechischer Selbstständigkeit, kein qualitativ hochwertiger Weinbau entwickeln. Ganz im Gegenteil: Der allergrößte Teil der Weine wurde mit primitiver Technik produziert und diente, soweit er nicht innerhalb Griechenlands getrunken wurde, als Verschnittwein mit bevorzugter Zielrichtung Frankreich.

Eine Renaissance erlebte der hochwertige, griechische Weinbau erst mit dem Ende der Militärdiktatur im Jahre 1974. Ein Weingesetz, das sich europäischen Regeln anpasste und nicht zuletzt der Beitritt Griechenlands zur Europäschen Union sorgten für Aufschwung und neue Dynamik. Qualität stand von nun an im Mittelpunkt der Anstrengungen, eine junge Winzergeneration setzte mit Studienerfahrungen aus klassischen Weinbauländern neue Akzente.

Fördermittel der Europäischen Union ermöglichten außerdem dringend nötige Investitionen in Kellertechnik und Weinberge. So gibt es heute einige Dutzend Erzeuger, die äußerst geschickt die natürlichen, griechischen Gegebenheiten nutzen, um in Verbindung mit modernster Kellertechnik hochwertige Weine zu produzieren, die weder den Vergleich mit Weinen der "Alten" noch der "Neuen Welt" zu scheuen brauchen. Ob dabei leicht und elegant oder kraftvoll und dicht, ob aus autochthonen oder internationalen Rebsorten – Weine aus Griechenland feiern ein erstaunliches Comeback.

Die noch heute erzeugten geharzten Weine dürften ihren Ursprung in der ehemals praktizierten Konservierungsmethode haben, bei der die Wände der Amphoren mit Harz abgedichtet wurden.

Von Kreta über die Ägäischen Inseln kam der Weinbau schließlich auch auf das Festland. Welchen Stellenwert Wein bereits in dieser Zeit erlangte, zeigt das Beispiel von Thasos, der nördlichsten Ägäis-Insel: Hier kannte man bereits vor 2400 Jahren ein äußerst strenges Weingesetz, das vom Handel mit Trauben, Most und Wein, über die Kennzeichnung der Amphoren mit Stempeln bis hin zur Besteuerung alles genauestens regelte.

Und auch anderswo erließ man gesetzliche Regelungen für die Weinherstellung, deren Missachtung mit drakonischen Strafen belegt wurde. Ebenso ernsthaft beschäftigte man sich im antiken Griechenland mit der Rebkultivierung: So kann man heute nur darüber staunen, dass bereits im vierten Jahrhundert vor Christus verschiedene Reberziehungsarten bekannt waren.

Die Rebstöcke wurden nach Sonne und Wind ausgerichtet und sorgfältig in parallelen Reihen gepflanzt. Bei diesem enormen Wissensstand über Weinbau ist es schließlich nicht weiter verwunderlich, dass Völker aus dem antiken Griechenland in Bezug auf Weinbau in anderen Ländern Entwicklungshilfe leisteten.

Und auch wenn man sicher davon ausgehen darf, dass Frankreich auch ohne diese Entwicklungshilfe ein großes Weinland geworden wäre, so ist doch belegt, dass die Gallier durch einen Besuch des griechischen Volkes der Phokäer im 6. Jahrhundert vor Christus ihre erste Lektion in Sachen Weinbau bekamen.

Auch unter den Römern und den Byzantinern behielt der Weinbau in Griechenland zunächst seinen hohen Stellenwert. Aber mit der Eroberung durch die Türken im 15. Jahrhundert kam der Weinbau fast vollständig zum Erliegen. Einige Sultane sollen dabei ihren Untertanen sogar verboten haben, das Wort Wein auszusprechen, vom Anbau ganz zu schweigen. Lediglich auf lokaler Ebene, für den Hausgebrauch, wurde zu dieser Zeit noch Wein produziert.

Erst mit der Zurückdrängung der Türken im 19. Jahrhundert wurde der Weinbau wieder belebt. Allerdings konnte sich während der sehr stürmischen und äußerst wechselhaften Zeit neuer griechischer Selbstständigkeit, kein qualitativ hochwertiger Weinbau entwickeln. Ganz im Gegenteil: Der allergrößte Teil der Weine wurde mit primitiver Technik produziert und diente, soweit er nicht innerhalb Griechenlands getrunken wurde, als Verschnittwein mit bevorzugter Zielrichtung Frankreich.

Eine Renaissance erlebte der hochwertige, griechische Weinbau erst mit dem Ende der Militärdiktatur im Jahre 1974. Ein Weingesetz, das sich europäischen Regeln anpasste und nicht zuletzt der Beitritt Griechenlands zur Europäschen Union sorgten für Aufschwung und neue Dynamik. Qualität stand von nun an im Mittelpunkt der Anstrengungen, eine junge Winzergeneration setzte mit Studienerfahrungen aus klassischen Weinbauländern neue Akzente.

Fördermittel der Europäischen Union ermöglichten außerdem dringend nötige Investitionen in Kellertechnik und Weinberge. So gibt es heute einige Dutzend Erzeuger, die äußerst geschickt die natürlichen, griechischen Gegebenheiten nutzen, um in Verbindung mit modernster Kellertechnik hochwertige Weine zu produzieren, die weder den Vergleich mit Weinen der "Alten" noch der "Neuen Welt" zu scheuen brauchen. Ob dabei leicht und elegant oder kraftvoll und dicht, ob aus autochthonen oder internationalen Rebsorten – Weine aus Griechenland feiern ein erstaunliches Comeback.

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