Frankreich - Loire - Geschichte - Reblauskatastrophe

Reblauskatastrophe

Der Ausbau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert erlaubt es den südfranzösischen Provinzen, ihre Weine in Paris zu verkaufen. Angesichts dieser Konkurrenz orientieren sich die Winzer der Loire wieder mehr an der Qualität - bis die Reblauskatastrophe den Weinbau in der Region fast völlig zum Erliegen bringt.

AOC Bourgueil

Bei der Neupflanzung mit amerikanischen Unterlagsreben, die der Reblaus widerstanden, nutzte man nur die besten Weinlagen und wählte vor allem edle Rebsorten aus. Bei der Weinbereitung war Qualitätsbewusstsein gefragt, und so wundert es nicht, dass bei der Vergabe der ersten "Appellation d'Origine Contrôlée" auch drei Weinberge der Loire ausgezeichnet wurden: Muscadet, Sancerre und Vouvray.  Bald darauf folgten auch andere Regionen wie Anjou und Saumur, die Touraine und das Centre. Heute gib es allein in den Regionen Anjou-Saumur und Touraine 38 Appellations d'Origine Contrôlée".

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